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3D-gedruckte Interimsprothesen - DETAX Denture Flex Guideline
Die Firma DETAX arbeitet derzeit an einer offiziellen, validierten und MPG-konformen Guideline zur Herstellung von Interimsprothesen mit DETAX- sowie DETAX- & VITA-Materialien. Eine erste Version auf Englisch finden Sie ganz unten auf dieser Seite zum runterladen.
Die folgende Anleitung stellt eine provisorische Orientierungshilfe dar.
Sie basiert auf dem informellen fachlichen Austausch zwischen go3dent und der Firma DETAX und wurde aufgrund der hohen Nachfrage veröffentlicht.
Hinweis: Diese Guideline ersetzt keine offizielle Herstellerfreigabe und dient ausschließlich der fachlichen Orientierung.

Hinweis zu Verlinkungen
Alle externen Verweise sind direkt im Text verlinkt (blau markiert und anklickbar). Es werden keine ausgeschriebenen URLs angezeigt.
Grundsätzliche Voraussetzungen
Alle Materialien sind ausschließlich gemäß den jeweiligen Herstellerangaben zu verarbeiten. Dies gilt insbesondere für:
- CAD-Design
- 3D-Druck oder Fräsen
- Reinigung und Nachbearbeitung
- Nachbelichtung / Lichthärtung
Die nachfolgenden Kapitel beschreiben die relevanten Schritte für Druck, Fräsen, Verklebung und Lichthärtung.
Herstellungsverfahren für Interimsprothesen mit DETAX Denture Flex
Abhängig vom Herstellungsverfahren der Zähne stehen zwei Verfahren zur Verfügung:
- Interimsprothesen mit 3D-gedruckten Zähnen
- Interimsprothesen mit gefrästen oder vorkonfektionierten Zähnen (VITA)
Interimsprothesen mit 3D-gedruckten Zähnen
Druck und Vorbereitung der Prothesenbasis
- Die Prothesenbasis wird mit DETAX Denture Flex gedruckt.
- Anschließend wird sie seitlich in einem lichtdichten Behälter gelagert.
Verklebung und Lichthärtung von Zähnen und Basis
- Das Lichthärten der Zähne erfolgt gemeinsam mit dem Lichthärten der Basis.
- Nach dem Drucken und Reinigen werden:
- die Kavitäten der Prothesenbasis tropfenweise mit DETAX Denture Flex Material gefüllt
- die Zähne in die Kavitäten eingesetzt
- Es dürfen ausschließlich Kunststoffinstrumente verwendet werden.
- Überschüsse des Verbundmaterials werden entfernt.
- Basis und Zähne kurz anheften mit
400 Blitzen im Otoflash G-171 Lichthärtegerät. - Anschließend werden Zahn und Basis gemeinsam mit dem
DETAX Denture Flex Programm des verwendeten Lichthärtegeräts vollständig nachgehärtet.
Finalisierung und Politur
- Nach abgeschlossener Aushärtung sind Zahn und Basis dauerhaft verbunden.
- Die Politur der gesamten Arbeit kann anschließend erfolgen.

Interimsprothesen mit gefrästen oder vorkonfektionierten Zähnen (VITA)
Für dieses Verfahren stellt DETAX einen validierten und MPG-konformen Prozess zur Verfügung.
Benötigte Materialien
- DETAX Denture Flex (Prothesenbasis)
- VITA VIONIC Bond (Verbundmittel Basis–Zähne)
- Zähne:
- vorkonfektionierte VITA-Zähne
- oder gefräste Zähne aus geeigneten Rohlingen
Prozessablauf bei gefrästen oder vorkonfektionierten Zähnen
- Die Prothesenbasis wird gedruckt, gereinigt und nachbelichtet.
- Die Zähne werden – sofern nicht vorkonfektioniert – gefräst.
- Anschließend werden Basis und Zähne mit VITA VIONIC Bond gemäß Herstellerangaben verklebt.
Zusammenfassung und rechtlicher Hinweis
Diese provisorische Guideline beschreibt zwei etablierte Verfahren zur Herstellung von Interimsprothesen mit DETAX Denture Flex.
Für eine validierte, rechtssichere und MPG-konforme Anwendung sind stets die offiziellen Herstellerangaben von DETAX und VITA maßgeblich.
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FAQ – BDT Abzugsschrank
Viele denken: „Ich habe doch einen separaten Raum für die 3D-Drucker – mit einem großen Deckenabzug – oder ich stelle sie einfach in den Gussraum.“
Das Problem: Isopropanol ist schwerer als Luft und sammelt sich daher am Boden. Ein Deckenabzug entfernt die Dämpfe nicht zuverlässig – die Gefahr bleibt bestehen.
Reines Isopropanol hat einen Flammpunkt von 12 °C, d. h. es ist leichtentzündlich und kann bereits bei Raumtemperatur explosionsfähige Dampf/Luft-Gemische bilden.
Wenn Sie dennoch einen speziellen Raum planen, ist ein umfassendes Sicherheitskonzept notwendig. Solche Projekte kosten schnell mehrere tausend Euro. Die Anpassung der Stromversorgung ist dabei oft nur der Anfang.
Die Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden ist der wichtigste Grund, einen professionellen Abzugsschrank zu verwenden.
Ein zweiter Grund: Versicherungsschutz und die Vorgaben der Berufsgenossenschaft – diese greifen nur bei Verwendung zertifizierter Produkte.
Drittens: Nur mit einem zertifizierten Schrank erreichen Sie maximale Sicherheit im Umgang mit brennbaren Reinigungsmitteln wie Isopropanol.
Deshalb gibt es offizielle Zulassungen, die beachtet werden müssen:
- IECEx II 3G/- Ex h IIA T60 °C Gc
- ATEX 2014/34/EU II 3G/- Ex h IIA T60 °C Gc
Diese Zertifizierungen werden vom BDT Abzugsschrank Typ ASEX420 erfüllt.
Bitte lesen Sie die Bedienungsanleitung Ihres Geräts. Wenn der Hersteller angibt, sich bezüglich Isopropanol am Sicherheitsdatenblatt zu orientieren oder als Lüftungskonzept fordert, dass für ausreichend Frischluft zu sorgen ist, ist ein Abzugsschrank erforderlich.
Das Sicherheitsdatenblatt von Isopropanol finden Sie hier.
Ja – und in der Regel sogar stärker als Menschen, da sich Tiere näher am Boden bewegen, wo sich die Isopropanoldämpfe ansammeln.
Außerdem ist laut gesetzlicher Regelungen das Mitbringen von Tieren in gewerblich genutzte Laborräume – insbesondere in zahntechnischen Betrieben – nicht erlaubt.
Ja. Für die Entlüftung wird ein entsprechendes Rohrsystem benötigt.
Wir bieten dafür ein passendes ATEX-zugelassenes Wickelfalzrohr mit 100 mm Durchmesser an – alternativ können Sie es auch selbst beschaffen.
Hier geht’s zum passenden Produkt.
Folgende Geräte passen erfahrungsgemäß:
- Rapid Shape RS Wash → ja, seitlich
- Form Wash (und ähnliche Geräte) → ja
- Form Wash L → nein
Wenn Sie sich unsicher sind, kontaktieren Sie uns gerne mit den Maßen Ihres Geräts.
Nein. Die meisten 3D-Drucker arbeiten mit höheren Spannungen, was bei Ein- und Ausstecken zu Funkenbildung führen kann – trotz Abzug besteht hier akute Brandgefahr.
Für den Betrieb von 3D-Druckern gibt es speziell dafür entwickelte Abzugslösungen.
Sprechen Sie uns gerne darauf an.

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